Vegane Sülze in der Politik

Eine überaus selbstkritische Reflektion meiner politischen Persönlichkeit kommt zu dem Ergebnis: Weder links noch rechts, allenfalls vernünftig, sozial und liberal. Mit der CSU ist meine Geduld erschöpft. Als CDU würde ich nicht nur mein „Kind“ (die pubertäre Junge Union) zur Adoption freigeben, sondern vor allem der verwirrten Schwester CSU die Freundschaft und Verwandtschaft kündigen. Der peinliche Populismus ist widerlich. Die alberne Maut, das dümmliche Geplapper in Sachen Asyl und jetzt ein weiterer Totalausfall, weil vegane Schnitzel nicht in das antiquierte Weltbild des CSU-Ministers Schmidt passen. Es hackt-fleischt offenbar! Ja, ich bin bekennender Fleischesser. Trotzdem akzeptiere ich Vegetarier und Veganer aus tiefer Überzeugung. Schmidt möchte also vegane Wurst und Schnitzel aus dem Handel verbannen? Auch mir ist zwar nicht ganz klar, warum vegetarische oder vegane Speisen in ihrer Aufmachung und Konsistenz unbedingt an Fleischgerichte erinnern müssen, aber es ist mir auch piepegal. Warum dieser sinnfreie Vorstoß? Steckt tatsächlich die Metzger-Lobby dahinter? Ich weiß es nicht. Wichtiger ist aber, dass diese Branche andere und wichtigere Baustellen hat. Dazu gehören Tiertransporte, Haltungsbedingungen in manchen Großbetrieben, einige Großschlachthöfe und vor allem die Geiz-ist-Geil-Haltung bei Fleischprodukten. Hier sollten wir als Gesellschaft ansetzen. Und ich möchte an dieser Stelle nicht empört auf die konventionellen Landwirte zeigen, sondern es müssen – entschuldigt die Formulierung – europäische Lösungen her. Mehr Tierschutz wagen und trotzdem und vielleicht auch deswegen mit gutem Gewissen Fleisch essen – das wäre eine hübsche Idee für 2017.  

 

 

 

Nachbemerkung: Der Text ist teilweise polemisch und überspitzt, aber irgendwann ist auch mal gut. Die CSU unter Strauß war wenigstens lustig, unter Seehofer ist sie einfach nur lächerlich. Warum sollten sich CDU und CSU denn nicht endlich trennen? Politische Gemeinsamkeiten gibt es eh kaum noch. Soll die CSU doch bundesweit bei Wahlen antreten, im Gegenzug die CDU dann natürlich auch in Bayern. Wenn es zwischen CSU und AfD am Ende zu „Populismus-Kannibalismus“ kommt – meinetwegen. Alles arme Würstchen…

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